Freitag, 16. Dezember 2016

08.11.2016 - Salar de Uyuni 

Nach der Fahrt mit dem Nachtbus "landeten" wir gegen 08:00 Uhr in Uyuni und wurden schon von unseren Guides und Fahrern "Christobal" und "Fernando" (Agentur "Alkaya" in Uyuni) in Empfang genommen.
(Die Agentur kann ich sehr empfehlen. Sehr zuverlässig und gut organisiert. Nachteil ist, dass niemand Englisch spricht. War für uns kein Problem, da wir ja Alex als Spanisch sprechenden Guide sowieso dabei hatten)
Diese beiden sollten uns die nächsten 5 Tage durch diesen Teil Boliviens führen.
Nach einem gemütlichen Frühstück ging es dann auch gleich los.



Uyuni


Uyuni 
Allgemeines zu den Uyuni - Touren:

Man kann Touren zwischen 1- 5 Tagen buchen. Uyuni ist voll von Agenturen und diese sollte man sich genauer ansehen, bevor man abschließt. 

Bevor man bucht, sollte man sich über folgende Dinge klar sein:

- man sitzt stundenlang im Jeep (wahrscheinlich den größten Teil der Tour - zumindest bei den Mehrtagestouren )
- Die Unterkünfte sind alles andere als komfortabel (häufig gibt es keine Duschen und nur wenige Toiletten).  Größtenteils sind die Unterkünfte aber sauber. In dieser Gegend gibt es kaum Luxushotels.
- Es ist kalt (zumindest nachts und am morgen - wir befinden uns größtenteils über 4000m)
- das Essen ist meist nicht Sterneverdächtig, aber für die Bedingungen völlig in Ordnung 

Wer das akzeptiert, erlebt eine der großartigsten Landschaften,  die ich kenne. Für mich ein absolutes Muß!!!!


Der Salar de Uyuni ist mit über 10000 Quadratkilometern die größte Salzpfanne der Welt und liegt auf einer Seehöhe von 3653 m.
Der See wurde vor über 10000 Jahren durch das Austrocknen des Paläosees Tauca gebildet. Er ähnelt äusserlich einem zugefrorenen See.
Während der Regenzeit kann die Salzkruste lokal mit mehreren Dezimetern Wasser bedeckt sein. Von Juni bis Dezember ist der See aber trocken. 
Größtenteils kann die bis zu 30 m dicke Salzkruste auch von LkW und Bussen befahren werden.
Jährlich werden ca. 25000 Tonnen Salz abgebaut. Weiterhin beherbergt der Salzsee eines der größten Lithiumvorkommen. Allerdings ist die Gewinnung aktuell noch sehr aufwendig und ich konkurrenzfähig.  Das soll sich aber bald ändern.

Daneben ist natürlich der Tourismus der größte Wirtschaftszweig. Auch wir gehören zu den Touristen und tauchen in diese fremdartige Welt ein.

Als erstes besuchten wir den Eisenbahnfriedhof südlich von Uyuni, der als der größte der Welt gilt. Gegen 1940 brach die örtliche Industrie zusammen und die Eisenbahnwarks blieben einfach stehen. Heute stehen über 100 Lokomotiven und Wagen auf dem Friedhof und sind ein Touristenmagnet.

Ein herrlicher Spielplatz!!!












Nachfolgend einige Szenen aus "Western von Gestern" ( gespielt von Jakob und Hanno Weber, der auch die Fotos zur Verfügung gestellt hat).











Danach ging es zur Besichtigung der Salzverladung und Salzverarbeitung. Das wirkte aus meiner Sicht ziemlich "klein".
Wahrscheinlich war an diesem Tag nichts los oder hier wird nur was für Touristen gemacht (was ich vermute).





Anschließend ging es hinaus auf den See (phantastisch - fast zwei Stunden Fahrt auf dem See). Ausser den Bergen am Rand des Sees, sieht man nur die weiße Salzwüste. 






Im Hintergrund der Vulkan Tunupa  (das Ziel unserer morgigen Tour)



Mitten im See, entdeckt man nach ca. 80 km "grüne Inseln", die einem wie eine Fata Mogana vorkommen. Dabei handelt es sich um "Kakteeninseln", wovon die Insel Incahuasi (Quechua für Haus des Inka) die bekannteste ist.
Diese Inseln sind bekannt für ihre meterhohen und teilweise mehr als 1200 Jahre alten Säulenkakteen (ca. 1 cm Wachstum pro Jahr).
Auf einer etwas einsameren Insel haben wir eine Pause gemacht, gegessen und eine kleine Rundtour gemacht. Grandios!! 







Da sieht man mal die Höhe!!






Im Hintergrund der Tunupa













Die Übernachtung erfolgt im kleinen Ort Colquesa (einfaches, aber ordentliches Quartier - keine Duschen; fragt man aber die Besitzer, dann darf man für eine kleinen Obolus ihre Dusche benutzen)



Colquesa mit Blick auf Den Tunupa ( unser morgiges Ziel)





















07.11.2016 - Tour nach Tiahuanaco (oder Tiwanaku)

Bevor es Abends mit dem Nachtbus nach Uyuni ging, nutzten wir noch die Gelegenheit die Ruinenstätte Tiwanaku zu besichtigen. 
Der Ort liegt etwa 2 Stunden von La Paz entfernt und die Besichtigung wird fast von jeder Agentur angeboten. Dabei ist meist noch ein Mittagessen und eine Führung (nachfragen, ob der Guide Englisch spricht - deutsch gibt es so gut wie nie) inklusive.

Tiwanacu ist eine bedeutende Ruinenstätte einer Prä-Inka-kultur. Der Ort liegt etwa 4000 m über dem Meeresspiegels er kargen Hochebene des Altiplano. Die Ruinen gehören seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. 
Bis heute wurde erst ca. 1% der Gesamtfläche freigelegt.
Die Stadt war das religiöse und administrative Zentrum von Prä-Inka-kultur rund um den Titicacasee in der Zeit von 1500 v. Chr. - 1200 n. Chr.. Die Hauptphase der Bebauung lag in den Jahren 600 - 900 n. Chr..
Am Ende des ersten Jahrtausends fiel Tiwanacu der klimatischen Veränderung und damit der damit verbundenen Dürreperiode zum Opfer. Die Stadt wurde für viele Jahre verlassen. 

Durch das Erstarken der Inka und anderer Völker, die früher durch die Aymara unterdrückt wurden, schaffte es Tiwanacu ein seiner späteren Rückbesiedlung nicht mehr, zur früheren Größe aufzusteigen.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Sonnentor. Es ist 3 m hoch und 3,75 m breit.

Man sollte sich diese Ruinenstätte nicht entgehen lassen.









Sonnentor 



Donnerstag, 15. Dezember 2016

06.11.2016 - Cerro Saturno (5006 m)

Nach Rückkehr vom Titicacasee stand eine weitere Akklimatisationstour auf dem Programm. Ziel war der 5006 m hohe Cerro Saturno.
Ein ziemlich einfacher 5000 er mit ca. 400 Höhenmeter Anstieg. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Cumbre-Pass. 

Vorher gab es noch Ausblicke auf La Paz (Aussichtspunkt auf dem Weg zum Cumbre-Pass). 







On the Top 5006 m





Guide "Lea". Sie hat uns auch schon am Titicacasee begleitet. 
Großartig!! 
Kann ich nur empfehlen (Lea Quiroga,  selbstständiger Guide in La Paz, deutschsprachig)



Abstieg 


04.11.16 - Tour zum Titicacasee - Isla a del Sol

Am zweiten Tag unserer Tour zum Titicacasee stand die Insel "Isla del Sol" auf dem Programm.
Auf der Insel leben ca. 2000 Menschen und kann in 1,5 - 2 Stunden von Copacabana aus erreicht werden. Ausflugsschiffe verkehren regelmäßig. 
Insgesamt ist die Insel 14,3 Quadratkilometer groß und hat den Cerro Chequesan (4074 m) als höchste Erhebung.
In der Mythologie der Inkas soll der Sonnengott Inti seine Kinder, den ersten Inka Manco Capac und seine Frau Mama Ocllo, auf einem Felsen der Isla del Sol zur Erde gelassen haben. 
Auf der Insel findet man den Inkatempel, die Treppe des Inka und den Inkabrunnen. Weiterhin findet man noch das Labyrinth der Inkas und das Goldmuseum. 
Die Mythologie der Inkas spürt man auf jedem Meter der Insel. Für mich ein absolutes Highlight meiner Tour. 
Um den phantastischen Sonnenuntergang zu erleben, sollte auch eine Nacht auf der Insel verbracht werden.
Das haben wir leider nicht gemacht und sind nach einer 13 km langen Wanderung über die Insel wieder nach Copacabana zurückgekehrt und haben dort übernachtet.
Das würde ich definitiv anders machen. Dennoch unvergesslich.



Abfahrt Copacabana 


Überfahrt zur Insel


Überfahrt zur Insel 



Ankunft


Ankunft 


Ausblick von der Insel








Blick auf die Cordillera Real





Labyrinth 


Labyrinth 


Kammweg 


Kammweg 



Kammweg 




Zum Anlegeplatz 



Abstieg vom Kammweg 


Abstieg 



Abstieg 



Am Anlieger 



Am Anlieger 



Rückfahrt nach Copacabana 



Copacabana